Bei Elsa, wird sich gerade Gedanken darum gemacht, wie es dazu kommen konnte, das es so ist, wie es ist.
Die Schuld liegt, denke ich, nicht so sehr bei den 68igern, wo immer die nun sein mögen.
( Bitte hier aus dem Werbearchiv Kytta-Salben-Indianer abspielen)
Es hat zuvor schon viele Fehler gegeben.
Die Arbeiter-Frage, der Kulturkampf, Antwort auf die großen Ideologien Nationalismus, Faschismus, Kommunismus.... in all diesen Fragen waren wir zu sehr zerstritten.
( Hier bitte "Green Fields of France" aus dem Musikarchiv einfügen)
Ich sage wir, weil es, denke ich, ein großer und allgemeiner Fehler war,sich zu sehr auf die Fachleute, die Theologen und Bischöfe, zu verlassen.
'Cause out of Zions hills salvation comes... nicht aus den Studierstuben, von Kanzeln oder aus noch so guten Konzils Dokumenten. Ich will damit nicht schmälern, was einzelne heiligmäßige Leute getan haben. Trotzdem, wir haben die Mehrheit der Herzen und Hirne nicht gewinnen können und den Schuh müssen wir Laien uns wohl anziehen. (Optional: Days of Elijah aus der "Sachen, die man besser vergisst"-Abteilung hochladen)
Dass das Wort fromm seine positive Bedeutung verloren hat, hat auch was mit gelebter Doppelmoral zu tun. Wir mögen uns über die Karikaturen, die in der öffentlichen Meinung über die Frommen kursieren, ärgern, aber sie sind nicht nur reine Phantasie-Produkte, wir haben da auch mächtig dran gearbeitet sie zu installieren. Zu häufig ist unsere Gerechtigkeit eben nicht besser wie die der Pharisäer und Schriftgelehrten und unsere Herzen sind auch oft härter als die der Heiden. (Es wird härter, aber ich gestehe, er war oft sehr witzig. Ähm, find ich.)
Nach der Schuld zu suchen und zu hoffen, dass ein Problem sich löst, wenn man die Ursache erkennt und - wie bei Rumpelstielschen, man sie beim Namen nennen kann, ist denke ich, ein sehr 68iger-mäßige Herangehensweise an Krisen. ( Ich bin sicher, ihr erinnert euch auch ohne Clip)
Ja, hier kommt er wieder, der Chinese aus dem Management-Seminar: Chance und Krise sind bei dem das selbe Wort... Oder war's der Japaner? Auch egal.
Hier kommt die Chance: Es kann uns niemand daran hindern im Internet und anderswo unsere Meinung zu vertreten.
Niemand wird es uns verbieten können, uns in unseren Wohnzimmern und an unseren Küchentischen zusammen zu finden und das gemeinsam nachzuholen, was in den Gemeinden an Katechese versäumt wird. Es wird uns wohl kaum wer dran hindern können in einer Schola zu singen oder für Berufungen zu beten.
Wir sind da vllt. auch etwas verwöhnt.
Wenn die territorial Gemeinde meint sie müsste weiterhin ihre Zeit mit dem (Stuhl-)kreisen, um ehemals vielleicht fortschrittliche, aber inzwischen überholte Thesen verbringen, macht nix, es gibt ja noch was anderes wie die Kirche im Dorf. ( Richtig! Echo Romes Bilder dürfen da nicht fehlen!)
Unser Geld (!) unsere Zeit (!!) und unsere Nerven können wir auch woanders lassen. Es gibt viele kleine und größere Initiativen, Bewegungen und Gemeinschaften, die wir so nach vorne pushen können.
"Wir sind Kirche" und das einzig noch existierende ZK in Deutschland kann sich meinetwegen den Anspruch mich zu vertreten in die Haare schmieren, die haben auf mein Leben aktuell so viel Einfluss wie der dann ganz sicher in China beheimatete Sack Reis.
Ich mein, ganz ehrlich ich müsste die Namen dieser Leute googlen. Wofür die stehen und was die machen? Wer schert sich - außerhalb einer schrumpfenden Minderheit - sich noch darum?
So, und jetzt muss ich den Sekt kalt stellen. Prost Neujahr, Zusammen!
* Ich habe die Kritik gehört, dass zu viel Sachen auf Englisch bzw. nicht auf Deutsch gepostet werden. Die Texte der Lieder gibt es bestimmt im Netz auf Deutsch. Einfach Titel und Übersetzung googlen. Was der Großmeister der Erleuchteten von sich gibt, wahrscheinlich nicht. Um es Kurz zu machen, er fühlt sich um die Weihnachtszeit herum immer ein bisschen wie in Nordkorea..
Dir auch "Frohes Neues". Am 4. Jan und 9. Jan bin ich in der Stadt in der du wohnst und wäre so ab 18.00 Uhr, lieber ab 19.00 Uhr nach der Messe, frei, falls du lust hast mich zu treffen.
AntwortenLöschenAls Service für Deine weniger anglophilen Leser hier die deutsche Version von "Green Fields of France" von Hannes Wader:
AntwortenLöschenhttp://www.youtube.com/watch?v=sYnxLSwQSeI
Auweih, das mag die selbe Melodie sein, aber das ist def. nicht das selbe Lied.
AntwortenLöschenOh, Alter Falter! Nee, Dybart, dass mag die selbe Melodie sein, äver ein ganz ein anderes Lied.
Okay:
Nun, wie geht es Dir Gefreiter(junger) William McBride? Macht's Dir was aus wenn ich mich auf dein Grab setze und mich eine Weile in der warmen Sommersonne ausruhe?
Ich bin den ganzen Tag gelaufen und bin ziemlich durch.
Auf deinem Grabstein sehe ich, dass Du erst 19 warst, als Du dich den glorreichen Gefallenen angeschlossen hast, damals 1916. Ich hoffe, Du bist schnell und sauber gestorben. Oder, Willie McBride, war es langsam und ekelig?
Hast Du eine Frau oder ein Liebchen zurückgelassen? Bewahrt ein treues Herz die Erinnerung an dich? Und auch wenn Du in 1916 gestorben bist, wirst Du in diesem treuen Herzen immer 19 sein?
Oder warst Du ein Fremder ohne Namen, der für immer aufgewahrt hinter einem Glasscheibe in einem alten Lederrahmen auf einem alten, zerfledderten, fleckigem Foto langsam vergilbt?
Die Sonne scheint auf die grünen Felder Frankreichs und ein warmer sanfter Wind lässt die roten Mohnblumen tanzen.
Die Schützengräben sind längst unter dem Pflug verschwunden. Kein Gas, kein Stacheldraht, keine Geschützfeuer gibt es hier mehr, aber hier dieses Gräberfeld ist immer noch Niemandsland.
Und die ungezählten weißen Kreuze stehen als stille Zeugen der blinden Gleichgültigkeit des Menschen für den Mitmenschen und für eine Generation, die hier abgeschlachtet und verdammt wurde.
Ich kann nicht anders als mich fragen, nun Willi McBride, wissen eigentlich alle die hier liegen, warum sie starben? Hattest Du ihnen wirklich geglaubt, als sie Dir "Den Grund" nannten? Hast Du wirklich geglaubt, dass dieser Krieg alle Kriege beendet? Nun, das Leid, die Trauer, die Ehre, die Schande, das Töten und Sterben, war alles vergebens. Denn, Willie McBride, es ist alles wieder und wieder und wieder passiert.
Haben sie die Trommel langsam geschlagen, haben die Flöten ( Dudelsäcke) leise gespielt? Wurden Salutschüsse abgefeuert, als sie dich runter gelassen haben? Haben die Hörner " Den Letzten Posten" im Refrain gespielt, haben die Flöten "Die Waldblumen" gespiel?
So, nix mit angehender Vergewaltigung, oder so'n Quark. Der gute Hannes Wader mag sein sehr spezielles Bild von Soldaten haben, Eric Bogle war da m.M. sehr viel respektvoller und hat sich etwas mehr Gedanken gemacht. Der olle Hannes kann sich meinetwegen seine doch - wie ich finde - sehr ideologische Interpretation sauerkochen. Wie man auf den Schmarrn von einer "Übersetzung" kommt ist mir schleierhaft.
Es gibt übrigens ein nicht ganz dummes Replay zu dem Lied.